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Neujahrsempfang 2012

„Die Betrachtung der Vergangenheit und die Erwartung einer positiven Zukunft sind sich beim Jahreswechsel am nächsten“. Mit diesem Zitat leitete der 1. Bürgermeister Franz Kainz seine Rede zum Neujahrsempfang ein. Dabei stellte er fest, dass bei der Betrachtung des vergangenen Jahres sich Höhen und Tiefen, positive und negative Aspekte weltweit, aber auch innerhalb unseres Landes abgewechselt haben. Zufrieden zeigte sich der Bürgermeister mit der Entwicklung innerhalb der Marktgemeinde. So konnte eine Vielzahl von baulichen Maßnahmen zu Ende gebracht oder begonnen werden. Die Durchführung all dieser Maßnahmen war aber nur möglich, weil sich sowohl im Marktgemeinderat und in den Ausschüssen, genauso aber auch in der Verwaltung alle mit großem Engagement eingesetzt und mitgewirkt haben, dankte Kainz zurückschauend. Auch in diesem Jahr kommen große Herausforderungen auf den Markt zu, erklärte er und gab sich überzeugt, dass sie bewältigt werden können, wenn man sich diesen Herausforderungen mit Weitblick, Sachlichkeit und einer guten Portion Optimismus stellt und sich auf keinen Fall in die große Gruppe der Schwarzseher und Pessimisten einreiht. Denn nur der positive Blick nach vorne ist geeignet, Großes zu bewirken, zitierte Franz Kainz den Schweizer Schriftsteller Max Frisch.

Ein großer Dank des Bürgermeisters beim Neujahrsempfang galt den im Markt ehrenamtlich Tätigen. “Und Sie, die Sie zum Jahresempfang so zahlreich gekommen sind, gehören größtenteils mit dazu“, sagte Kainz und meinte weiter, dass ehrenamtliche Tätigkeit zunehmend auch als Zeichen des bürgerlichen Selbstbewusstseins zu sehen sei. Vielleicht werden dadurch auch die Weichen in Richtung einer Bürgergesellschaft gestellt, die auch als Ausdruck eines gesteigerten demokratischen Bewusstseins verstanden werden kann. Die Demokratie lebt im Besonderen auch davon, dass die Menschen die Gesellschaft mitgestalten und sich für ihr Gemeinwesen mit verantwortlich fühlen. „Die Gesellschaft, das sind wir alle, und deshalb sind wir auch alle gefordert“, bemerkte der Bürgermeister am Ende seiner Rede und stellte fest, dass sich die zu Ehrenden in ganz besonderem Maße in diesem Sinne in das Gemeinwesen eingebracht haben.

Marianne Stempfhuber
In seinen begleitenden Worten zur Übergabe der Bürgermedaille führte zweiter Bürgermeister Helmut Maier aus, dass es für Marianne Stempfhuber schon in ihrer Jugendzeit eine Selbstverständlichkeit war, sich ehrenamtlich zu engagieren. So stellte sie sich zunächst als Mädchenführerin bei der KJG Altdorf zur Verfügung und damit begann ihr großartiger Einsatz im Ehrenamt in ganz unterschiedlichen Bereichen. Da ist zunächst ihr politisches Engagement zu nennen, wobei hier das Elternhaus sicherlich eine wesentliche Rolle gespielt hat. Als Tochter unseres ehemaligen Bürgermeisters Sebastian Preißer war es ihr fast vorgegeben, im Gemeinderat Verantwortung zu übernehmen. 12 Jahre übte sie dieses Amt aus und war Mitglied im Bau- und Rechnungsprüfungsausschuss. Auch bei der Gründung der Altdorfer Jungen Union 1972 und der Frauen-Union 1981 war Marianne Stempfhuber nicht nur beteiligt, sondern sie gehörte zu denjenigen, die sich in erheblichem Umfang einbrachten. Dies tat sie auch beim CSU-Ortsverband, wo sie in unterschiedlichen Vorstandstätigkeiten ihre Erfahrung und ihr Wissen einbrachte. Groß war ihr Engagement auch im kirchlichen Bereich. Hier war sie 20 Jahre im Pfarrgemeinderat und in der Kirchenverwaltung tätig, wobei sie sich beim Bau der neuen Nikolakirche in besonderer Weise verdient gemacht hat. Beim Heimat –und Museumsverein war sie nicht nur Gründungsmitglied, sondern darüber hinaus auch viele Jahre Schriftführerin. Fünf Jahre hat sich Marianne Stempfhuber auch als ehrenamtliche Schöffin zur Verfügung gestellt. Beim katholischen Frauenbund, dem sie seit vielen Jahren angehört, wird ihr Rat immer gerne angenommen.

Willy Koller
In der Laudatio zur Verleihung der Bürgermedaille wies dritter Bürgermeister Georg Wild auf die schon in frühester Kindheit erlebten grausamen Folgen des 2. Weltkrieges von Willy Koller hin. Er war gerade mal fünf Jahre alt, als seine Familie die angestammte Heimat verlassen musste. Nach seiner Schulzeit und Ausbildung fand Willy Koller eine Anstellung bei der Firma Schott in Landshut. Gleichzeitig errichtete er zusammen mit seiner Frau ein Eigenheim in Altdorf. Als er bei seiner Firma von Arbeitskollegen gebeten wurde, sich als Betriebsrat zur Verfügung zu stellen, begann wohl auch sein ehrenamt-liches Engagement im sozialen Bereich und sein Gespür für soziale Gerechtigkeit. 20 Jahre war er seinen Arbeitskollegen Ratgeber und Hilfeleistender, der immer ein offenes Ohr für die Probleme seiner Kollegen hatte. Ebenfalls 20 Jahre war er ehrenamtlicher Richter am Amtsgericht und ebenso lange am Sozialgericht in Landshut. Sein Leben war schon sehr früh von christlicher Überzeugung geprägt, deshalb war es für Willy Koller auch eine Selbstverständlichkeit, sich in die Kirchengemeinde einzubringen. 12 Jahre wirkte er in der Kirchenverwaltung mit und war davon sechs Jahre lang ein überaus engagierter Kirchenpfleger, in dessen Amtszeit durchaus wichtige und nachhaltige Entscheidungen fielen.  Darüber hinaus ist er seit fast 30 Jahren als Kommunionhelfer tätig. Als Mitbegründer und Sprecher  der Nordumgehung Altdorf kandidierte er auch für den Gemeinderat, dem er von 1993 bis 2002 angehörte. Sein besonderes Engagement gilt der Katholischen Arbeitnehmerbewegung KAB, wo er bereits seit 15 Jahren als Vorsitzender fungiert. 


 

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